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GROSSANZEIGEN - MESSTECHNIK

Solar Großanzeigen - Anwendung und Funktion

aus Sonepar Report Nr. 48 / 02.2004

Der Artikel mit allen Abbildungen auch PDF (125 kB)

Sonnenenergie ist auf dem Vormarsch. Neben der neuen hohen Einspeisevergütung für Solarstromanlagen ist natürlich auch der positive Effekt für die Umwelt ein gewichtiges Argument für diese alternative Energieform.

Doch gutes Tun reicht meist nicht aus. Das Sonnenkraftwerk auf dem Dach wird vom Kunden oft nicht mal gesehen und darüber sprechen kann man erst, wenn ein Interessent auch danach fragt. Eine Solar Grossanzeige mit den aktuellen und aufsummierten Anlagedaten in Watt und kWh leistet diesen Brückenschlag. Die bisher unsichtbare Anlage auf dem Dach wird sichtbar und transparent.

Neben diesem Werbeeffekt einer Solar Grossanzeige leistet sie natürlich auch noch eine Aufklärungsarbeit z. B. in Schulen, Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Firmen. Informationen über erst gar nicht entstandenes CO2, die aktuelle solare Einstrahlung oder die Vergütung in Euro sowie Datum und Uhrzeit sind neben den Anlagewerten denkbare Anzeigeinformationen.

Die verschiedenen Einsatzorte erfordern auch differenzierte Anzeigentechnik. Im Innenraum einer Elektrofirma reicht eine kleinere Anzeigetafel mit geringer Ableseentfernung (ca. 10 m). Außen an einer Fassade sollte die Anzeige schon 70 bis 100 cm groß sein. Freiaufständerungen oder Dachanzeigen sind meist 100 bis 200 cm breit und 70 bis 200 cm hoch. Die Ziffernhöhe der Anzeigewerte sind entsprechend von 20 mm bis 300 mm wählbar. Auch die Anzeigentechnik muss an die Einsatzbedingung angepasst werden. Man unterscheidet grundsätzlich:

  • LED-Technik
  • LCD-Technik reflektiv und
  • LCD-Technik transmissiv.

LED-Technik, meist rot Ziffern; hierfür stehen bei RiCo die GA-300 und die GA-1000 zur Verfügung

Die Leuchtdiodentechnik mit meist 7-Segmente pro Ziffer ist im Innenbereich sehr gut gut lesbar. Im Außenbereich sollte die Anzeige wegen der Gegenstrahlung der Sonne besser beschattet eingesetzt werden. Das Preis/Leistungsverhältnis der LED ist optimal.

LCD Technik reflektiv, meist schwarze Ziffern; hierfür steht bei RiCo die GA-2000 si zur Verfügung

Das „Liquid crystal display" besteht aus 2 Gläser mit einer Flüssigschicht dazwischen. Die einzelnen Ziffernsegmente (hier 38 Segmente pro Ziffer) werden bei angelegtem Strom undurchsichtig und man sieht den silbernen Hintergrund nicht mehr. Das Segment ist schwarz. Diese LCD wirkt rein reflektiv, d. h. es wird das einfallende Licht reflektiert. Die Technik ist für außen in der Sonne sehr gut geeignet. Abends, bei Bewölkung und im Innenbereich ist die Anzeige schlecht lesbar. Die Anzeige erweckt somit keine Aufmerksamkeit

LCD Technik transmissiv, meist gelbe Ziffern; hierfür steht bei RiCo die GA-2000 g zur Verfügung

Der LCD-Aufbau entspricht grundsätzlich dem der LCD si. Die einzelnen Ziffernsegmente werden bei angelegtem Strom durchsichtig und man sieht den gelben Hintergrund. Zusätzlich sind die LCD-Gläser bei den RiCo-Anzeigen wartungsfrei hinterleuchtet. Dies hat den Vorteil, dass abends oder bei Bewölkung die Anzeige leuchtet. Diese Anzeigentechnik verbindet die Vorteile der beiden vorherigen Varianten miteinander, d. h. gute Lesbarkeit im Dunkeln und gute Lesbarkeit in der Sonne miteinander. Wenn keine nackten Zahlen gewünscht sind können auch Anzeigebalken geliefert werden.

Anschluss einer Anzeigetafel eine Photovoltaik- oder solarthermische Anlage

Jede Solaranlage kann mit einer Anzeigetafel ausgerüstet werden. Dies kann über einen digitalen Anschluss von einem Wechselrichter, Regler oder Datenlogger erfolgen. Unabhängig von der eingesetzten Technik kann aber auch ein Stromzähler mit Impulsausgang oder eine Wärmemengenerfassung als Datenlieferant dienen. Zum Anschluss einer Freiaufständerung z. B. kann auch Funk-Datenübertragung eingesetzt werden.

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